EU AI ACT · ART. 4

KI-Grundschulung nach Art. 4 EU AI Act

90 Minuten für Ihr Team, 299 € bis 10 Teilnehmer. Wir erklären, was der EU AI Act* seit Februar 2025 von Ihnen verlangt, was der Digital Omnibus* im Juli 2026 daran geändert hat — und geben Ihnen den Nachweis, den die Aufsicht sehen will.

* Begriffserläuterungen am Seitenende

Warum jetzt

Seit August 2026 gibt es jemanden, der fragen kann.

Die Pflicht zur KI-Kompetenz gilt seit dem 2. Februar 2025. Neu ist nicht die Pflicht — neu ist die Aufsicht.

  1. 2. Februar 2025

    Art. 4 EU AI Act* wird anwendbar. Wer KI einsetzt, muss Maßnahmen für die KI-Kompetenz seiner Mitarbeiter ergreifen — unabhängig von Unternehmensgröße und Risikoklasse.

  2. 29. Juli 2026

    Das KI-MIG* macht die Bundesnetzagentur zur deutschen Marktüberwachungsbehörde — samt Beschwerdestelle, an die sich jeder wenden kann.

  3. 2. August 2026

    Aufsicht und Durchsetzung haben begonnen. Die Frage lautet nicht „haben Sie ein Zertifikat", sondern „welche Maßnahmen haben Sie ergriffen".

Klartext

Was der Digital Omnibus* geändert hat — und was nicht.

Im Juli 2026 ging durch die Presse, die EU habe ihre KI-Regeln gekippt. Das stimmt so nicht. Wir sagen Ihnen lieber gleich, was wirklich gilt.

Geändert

  • Der Wortlaut von Art. 4 ist milder: statt „ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz sicherstellen" heißt es seit dem 27. Juli 2026 „die Entwicklung von KI-Kompetenz unterstützen".
  • Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme sind verschoben — von August 2026 auf Dezember 2027 beziehungsweise August 2028.

Unverändert

  • Die Pflicht besteht. Sie müssen belegen können, welche Maßnahmen Sie ergriffen haben.
  • Verbote, GPAI*-Pflichten und die Transparenzpflichten nach Art. 50* gelten weiter.
  • Die Aufsicht läuft — seit dem 2. August 2026.

Inhalt

Sechs Module, 90 Minuten.

Kein Frontalvortrag über anderthalb Stunden. Etwa 60 Prozent Wissen, 30 Prozent Beispiele und Diskussion, 10 Prozent Lernkontrolle.

  1. 01

    KI-Grundlagen

    Was KI, Machine Learning und Sprachmodelle unterscheidet — und warum Halluzinationen kein Bug sind, der irgendwann behoben wird. Mit Live-Demo.

  2. 02

    EU AI Act — was Sie betrifft

    Rollen, Risikoklassen, Stichtage. Wo Ihr Unternehmen als Betreiber steht und welche Pflichten daraus folgen.

  3. 03

    Praktischer Umgang

    Was einen brauchbaren Prompt ausmacht, wie man Halluzinationen erkennt und wann man KI besser nicht einsetzt.

  4. 04

    Datenschutz und Vertraulichkeit

    Welche Daten in welches Werkzeug dürfen. Vier Datenklassen, eine Faustregel-Matrix, drei Fallbeispiele aus dem Alltag.

  5. 05

    Ihre Spielregeln

    Ihre Approved Tool List, Ihre Meldewege, Ihre Ansprechpartner. Dieser Teil wird vor jeder Schulung mit Ihnen befüllt.

  6. 06

    Wissens-Check und Abschluss

    Elf Fragen zur Lernkontrolle, gemeinsam aufgelöst. Danach die Teilnahmebestätigung.

Ablauf

Was Sie buchen — und was Sie dafür tun müssen.

Dauer
90 Minuten am Stück
Format
Präsenz bei Ihnen, online oder hybrid
Gruppengröße
Bis 10 Teilnehmer im Preis
Sprache
Deutsch
Ihr Aufwand
Ein Vorgespräch und Ihre Tool-Liste. Mehr brauchen wir nicht.
Sie erhalten
Teilnahmebestätigungen pro Person und eine Teilnehmerliste für Ihre Unterlagen

Wer schult

Dr. Sven von Känel

30 Jahre IT-Erfahrung, seit 2023 Umsetzung von KI-Projekten im Mittelstand. Geschäftsführer der evanto media GmbH, die seit 1997 Software für den deutschen Mittelstand baut.

Art. 4 verlangt, dass die Maßnahmen zum Kontext passen. Wer schult, sollte den Kontext kennen — wir bauen die Systeme, über die wir sprechen.

Nachweis

Eine Teilnahmebestätigung — ausdrücklich kein Zertifikat.

Der EU AI Act verlangt kein Zertifikat, keine externe Prüfung und keine Messung des Wissensstands Ihrer Mitarbeiter. Was das AI Office* empfiehlt, ist eine interne Aufzeichnung der Maßnahmen. Genau das bekommen Sie: pro Person eine unterschriebene Bestätigung mit Datum, Inhalten und Trainerqualifikation, dazu eine Teilnehmerliste.

Wir nennen das bewusst nicht Zertifikat. Ein Dokument, das mehr verspricht als es ist, hilft Ihnen im Ernstfall nicht.

Muster ansehen (PDF)

Vertiefungen

Wenn die Basis steht, geht es rollenspezifisch weiter.

Die Grundschulung deckt alle Mitarbeiter ab. Für einzelne Rollen bieten wir Vertiefungen an — jeweils auf Anfrage.

  • Führungskräfte

    Governance-Verantwortung, Haftung, Mitbestimmung, Vendor-Strategie.

  • Power-User

    Fortgeschrittenes Prompting, RAG-Grundlagen, Multiplikator-Rolle.

  • Entwicklung

    Prompt Injection, IP-Risiken bei KI-generiertem Code, Secret-Management, RAG*-Berechtigungen.

  • HR und Recruiting

    Hochrisiko-Pflichten nach Anhang III*, Bias-Audits, § 95 BetrVG*.

Und danach?

Die Schulung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Eine geschulte Belegschaft ohne Regeln hilft wenig. Wenn Sie weitermachen wollen, sind das die nächsten Schritte — einzeln oder als Paket.

  • KI-Inventur

    Welche KI läuft bei Ihnen eigentlich? Inklusive der Funktionen, die in vorhandener Software still aktiviert wurden.

  • AI Policy und Approved Tool List

    Verbindliche Regeln, die Ihre Leute auch lesen. Freigegeben, eingeschränkt, nicht zulässig.

  • Nachweisführung

    Damit die Frage der Aufsicht beantwortbar ist, ohne dass jemand drei Tage sucht.

  • CompanyWizard

    Unsere KI-Plattform mit EU-Hosting, wenn vertrauliche Inhalte in kein externes Werkzeug sollen.

CompanyWizard ansehen

Anfragen

Schulung anfragen

Schreiben Sie uns kurz, wie viele Personen geschult werden sollen und ob Präsenz oder online. Wir melden uns mit einem Terminvorschlag.

Zum Nachschlagen

Die mit * markierten Begriffe

Regulierung bringt Kürzel mit. Hier stehen sie einmal ausgeschrieben.

EU AI Act
Verordnung (EU) 2024/1689 über Künstliche Intelligenz. Gilt unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten und tritt seit August 2024 schrittweise in Kraft.
Art. 4
Der Artikel des EU AI Act, der Unternehmen zu Maßnahmen für die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiter verpflichtet. Anwendbar seit dem 2. Februar 2025.
Art. 50
Transparenzpflichten des EU AI Act: Hinweis auf KI im Dialog und Kennzeichnung KI-erzeugter Inhalte. Anwendbar seit dem 2. August 2026.
Art. 99
Der Sanktionskatalog des EU AI Act. Er legt fest, welche Verstöße mit Bußgeldern belegt werden — Art. 4 steht nicht darin.
Digital Omnibus
Änderungspaket der EU zu mehreren Digitalgesetzen, in Kraft seit dem 27. Juli 2026. Hat den Wortlaut von Art. 4 entschärft und die Hochrisiko-Fristen verschoben.
KI-MIG
Gesetz über die Marktüberwachung und Innovationsförderung für Künstliche Intelligenz — das deutsche Durchführungsgesetz zum EU AI Act, in Kraft seit dem 29. Juli 2026. Es macht die Bundesnetzagentur zur zuständigen Aufsichtsbehörde.
AI Office
Das KI-Büro der EU-Kommission. Es veröffentlicht Auslegungshinweise zum EU AI Act, darunter die Fragen und Antworten zur KI-Kompetenz.
GPAI
General Purpose AI — KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck wie GPT, Claude oder Gemini. Für deren Anbieter gelten eigene Pflichten seit dem 2. August 2025.
Anhang III
Die Liste der Hochrisiko-Anwendungen im EU AI Act, etwa Bewerberauswahl, Kreditvergabe, Biometrie und Bildungsbewertung.
BetrVG
Betriebsverfassungsgesetz. § 95 regelt Auswahlrichtlinien und wird einschlägig, sobald KI bei Personalentscheidungen mitwirkt.
RAG
Retrieval-Augmented Generation. Ein Verfahren, bei dem ein Sprachmodell auf die eigenen Firmendokumente zugreift, statt nur aus seinem Training zu antworten.

Diese Seite gibt den Rechtsstand vom 16. September 2026 wieder und ist keine Rechtsberatung.